Cottbus wächst zum Hightech-Standort: Fraunhofer IPMS verbindet Sensorik, KI und Forschungstransfer

Pressemitteilung /

Die Lausitz entwickelt sich zu einem der spannendsten Innovationsräume Deutschlands. Mit gezielten Investitionen in Forschung und Transfer entsteht in Cottbus ein starker Standort für Zukunftstechnologien. Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS übernimmt dabei eine Schlüsselrolle mit Schwerpunkten in Mikroelektronik, intelligenter Sensorik und Künstlicher Intelligenz: Das Institut verbindet exzellente Forschung mit konkreten Anwendungen für die Industrie und schafft so die technologischen Grundlagen für den erfolgreichen Strukturwandel der Region.

© Sascha Thor, BTU
Das Fraunhofer IPMS erforscht in Cottbus intelligente Sensorik und KI-basierte Systeme, beispielsweise eine ultrakompakte Hyperspektralkamera, die dank künstlicher Intelligenz komplexe Material- und Qualitätsanalysen in Echtzeit ermöglicht.
© Architektur: DGI Bauwerk ©Philipp Obkircher
Visualisierung des neuen Forschungsgebäudes des Fraunhofer IPMS in Cottbus. Der Neubau stärkt den Wissenschafts- und Innovationsstandort Lausitz und schafft moderne Forschungsinfrastruktur für den Strukturwandel.

Das Fraunhofer IPMS entwickelt in Cottbus Schlüsseltechnologien für die Industrie von morgen. Im Fokus stehen intelligente Sensorik, Mikroelektronik und Künstliche Intelligenz – zum Beispiel Technologien, die Maschinen befähigen, ihre Umgebung zu erfassen, Daten unmittelbar vor Ort auszuwerten und daraus autonome Entscheidungen abzuleiten. Die Anwendungen reichen von der industriellen Produktion über Energie- und Umwelttechnik bis hin zu Medizintechnik. Ziel ist es, leistungsfähige, energieeffiziente und vertrauenswürdige Systeme zu entwickeln, die den Wirtschaftsstandort Lausitz stärken und einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands leisten.

Gleichzeitig gestaltet das Fraunhofer IPMS den Strukturwandel der Lausitz aktiv mit. Mit den Strukturwandelprojekten iCampµs und OASYS entstehen langfristige Forschungsstrukturen, die wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlicher Anwendung verbinden. Unternehmen erhalten Zugang zu modernsten Technologien, während gleichzeitig neue Perspektiven für Fachkräfte, wissenschaftlichen Nachwuchs und technologieorientierte Ausgründungen geschaffen werden. So entsteht ein leistungsfähiges Innovationsökosystem, das die Wettbewerbsfähigkeit der Lausitz nachhaltig stärkt. Damit ist das Fraunhofer IPMS nicht nur Forschungspartner, sondern ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Ein sichtbares Zeichen dieser Entwicklung ist der neue Forschungscampus in Cottbus. Mit dem Spatenstich am 1. Oktober beginnt der Bau eines neuen Büro- und Laborgebäudes des Fraunhofer IPMS. Es ist Teil eines gemeinsamen Wissenschaftsstandorts, an dem in unmittelbarer Nachbarschaft weitere Fraunhofer-Institute, Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) angesiedelt werden. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg bildet der Campus einen zentralen Baustein des Lausitz Science Park und stärkt die Lausitz als leistungsfähigen Forschungs- und Innovationsstandort.

Die enge Verzahnung von universitärer und anwendungsorientierter Forschung ist ein großer Vorteil des Standorts. Die unmittelbare Nähe zur BTU Cottbus-Senftenberg schafft ideale Voraussetzungen für gemeinsame Forschungsprojekte und den schnellen Transfer neuer Erkenntnisse in die industrielle Praxis. Zwischen der BTU und dem Fraunhofer IPMS besteht seit Jahren eine enge Verbindung durch die Professur für Mikro- und Nanosysteme des Institutsleiters des Fraunhofer IPMS, Prof. Dr. Harald Schenk. Mit seiner wissenschaftlichen Exzellenz, seiner engen Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Partnern sowie seinem konsequenten Fokus auf den Transfer in die Anwendung ist das Fraunhofer IPMS ein zentraler Akteur des Strukturwandels in der Lausitz. Der neue Forschungscampus schafft dafür die räumlichen Voraussetzungen – entscheidend ist jedoch das, was dort entsteht: Zukunftstechnologien, die Innovationen ermöglichen, wirtschaftliche Impulse setzen und die Lausitz dauerhaft als Hightech-Region mit nationaler und internationaler Strahlkraft etablieren.