Neuartige n-Dotanden für OPV und OLED, Teilthema NDOT-OLED
OLED-Displays, wie sie sich bereits in jedem zweiten neuen Smartphone befinden, und organische Solarfolien, wie sie am Standort Dresden entwickelt und kommerzialisiert werden, haben gemein, dass sie aus Schichten kleiner organischer Moleküle aufgebaut sind. Um Leistungseffizienz und Lebensdauer der Bauteile zu verbessern, wird das Prinzip der Dotierung der organischen Schichten genutzt. Dies geschieht durch Beimischung geeigneter chemischer Verbindungen, den sogenannten p- und n-Dotanden, welche zusätzliche positive und negative Ladungsträger erzeugen.
Für Anwendungen der organischen Elektronik sind leistungsstarke n-Dotanden entscheidend zur Minimierung von Spannungsverlusten und Steigerung der Leistungseffizienz. In diesem Projekt sollen neue Substanzklassen entwickelt und getestet werden, die den anspruchsvollen Spagat zwischen hoher Dotierstärke und Stabilität in der Massenproduktion schaffen, um die Verbreitung der nachhaltigen organischen Photovoltaik, organischer Sensoren und energieeffizienter OLED Displays zu beschleunigen.
Das Fraunhofer IPMS im Projekt
Im Teilprojekt NDOT-OLED werden am IPMS Anwendungstests in OLED-Bauelementen und der Vergleich der neuen Dotiertechnologie auf hochauflösenden Mikrodisplays als Referenz für Displays mit den höchsten Anforderungen bzgl. Helligkeit, OLED-Spannung und Cross-Talk durchgeführt. Das Ziel ist die Verbesserung der OLED Performance in Hinblick auf geringere Betriebsspannung, verbesserte Effizienz und Lebensdauer.