Sächsischer Wissenschaftsminister informiert sich zu KI-Forschung am Fraunhofer IPMS

01. Juli 2020

Sachsen betreibt exzellente Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Am 1.7. besuchte der sächsische Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow daher im Rahmen eines KI-Informationstages auch den zukünftigen Standort des Geschäftsfeldes CNT des Fraunhofer IPMS, um sich über aktuelle Entwicklungen und den Forschungsstand im Bereich Hardware für KI-Anwendungen zu informieren.

Dr. Wenke Weinreich, Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow, Prof. Hubert Lakner und Dr. Benjamin Uhlig (v.l.n.r.)
© Fraunhofer IPMS
Der neue Standort des Center Nanoelectronic Technologies im Dresdner Norden.

Im Rahmen des Besuchs erhielt Wissenschaftsminister Gemkow einen Einblick in die aktuelle Forschung am Fraunhofer IPMS und beantwortet gemeinsam mit Prof. Dr. Hubert Lakner, Institutsleiter des Fraunhofer IPMS, Fragen der Medienvertreter zum aktuellen Stand der Forschung sowie zukünftige Entwicklungen und Chancen für Sachsen.

Prof. Lakner unterstrich insbesondere die Bedeutung der angewandten Mikroelektronikforschung für den Halbleiterstandort Sachsen und betonte: „Mit dem Umzug an einen eigenen Standort wird die seit 2005 aufgebaute erfolgreiche Forschungsexpertise des CNT nachhaltig gesichert und gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, auch für wichtige zukünftigen Forschungsfelder in der Mikroelektronik wie Neuromorphic Computing und Quantencomputing wertvolle Entwicklungsbeiträge leisten zu können“.

Mit dem Center Nanoelectronic Technologies CNT betreibt das Fraunhofer IPMS angewandte Mikroelektronikforschung auf 300 mm-Wafern für Mikrochip-Produzenten, Zulieferer, Equipment-Hersteller und FuE-Partner. Bisher wurden dafür 800 m² Reinraumfläche der Infineon Technologies Dresden GmbH an der Königsbrücker Landstraße genutzt. Aufgrund der starken wirtschaftlichen Nachfrage benötigt Infineon die Räumlichkeiten nun selbst zum Ausbau seiner Produktionskapazitäten.

Anfang 2021 wird der Umzug an den neuen Standort im Dresdner Norden in die unmittelbare Nachbarschaft der beiden grossen Chipfertiger Globalfoundries und Bosch beginnen. Bis dahin erfolgt eine bauliche Anpassung an die Anforderungen des CNT. Der neue Standort bietet nicht nur optimale Bedingungen für die Fortführung der 300 mm-Forschungsaktivitäten sondern darüber hinaus das Potenzial für weiteres Wachstum.

Der Umzug und die erforderlichen baulichen Anpassungen erfordern ein erhebliches Investitionsvolumen, das nur dank der umfangreichen Unterstützung durch den Freistaat Sachsen, die Fraunhofer-Gesellschaft und das BMBF realisiert werden kann.