SPIN-CHIP-Projekt: Nachhaltige Spintronik der nächsten Generation
Energieeffizienz ist einer der größten Engpässe der digitalen Transformation. Mit dem rasanten Wachstum von Anwendungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Internet of Things (IoT) stoßen bestehende Hardwarearchitekturen zunehmend an ihre Grenzen hinsichtlich Energieverbrauch und Nachhaltigkeit. Das europäische Projekt SPIN-CHIP verfolgt daher einen neuen Ansatz: Durch den Einsatz spintronischer Technologien sollen hochgradig energieeffiziente und nachhaltige Halbleiterlösungen entwickelt werden.
Das Fraunhofer IPMS schlägt dabei die Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Fertigung, indem es zentrale Herausforderungen bei der Integration spintronischer Bauelemente adressiert.
Was ist das SPIN-CHIP-Projekt?
SPIN-CHIP ist ein europäisches Mikroelektronikprojekt zur Entwicklung von Spin-Chips mit extrem niedrigem Energieverbrauch. Im Mittelpunkt steht die Nutzung von Magnetischen Tunnelkontakten (Magnetic Tunnel Junctions, MTJ), um leistungsfähige und gleichzeitig energieeffiziente Hardware für Anwendungen in den Bereichen KI, IoT, Raumfahrt und Medizintechnik zu ermöglichen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas im Bereich der Mikroelektronik.
Beitrag des Fraunhofer IPMS
Innerhalb des SPIN-CHIP-Konsortiums übernimmt das Fraunhofer IPMS eine Schlüsselrolle bei der Integration spintronischer Technologien in bestehende Halbleiterprozesse. Der Fokus liegt auf der monolithischen Integration spintronischer Bauelemente auf etablierten CMOS-Plattformen sowie auf der Schaffung wichtiger Schnittstellen zu zukünftigen Pilotlinien der europäischen Chips Joint Undertaking (Chips JU). Dadurch wird der Transfer innovativer Spintronik-Technologien von der Forschung in die industrielle Fertigung beschleunigt und ihre spätere Skalierung ermöglicht.