Forschungsprojekt HITACT: Die nächste Generation thermoelektrischer Infrarot-Sensorarrays
Projektlaufzeit: 06/2025 - 05/2028
Thermoelektrische Infrarot (IR)-Sensorarrays sind das technologische Herzstück für die berührungslose Temperaturmessung und die Erstellung hochpräziser Wärmebilder. Ob bei der Temperaturkontrolle in der industriellen Produktion, der kontaktlosen Messung von Vitalfunktionen in der Medizin oder der Personenerkennung in der Sicherheitstechnik – leistungsstarke IR-Sensorik ist gefragter denn je.
Bisherige Thermopile-Arrays stoßen jedoch an ihre Leistungsgrenzen, da die herkömmlich verwendeten Materialien (wie dotiertes Polysilizium) die thermische Auflösung stark limitieren. Hier setzt das sächsische Verbundprojekt HITACT (Hochdetektive Infrarot Thermopile Arrays mit CMOS Integration von Telluriden) an.
Was ist das Ziel des Projekts HITACT?
Das Ziel des Projekts ist es, die technologischen Grundlagen für eine völlig neue Generation von IR-Sensorarrays zu schaffen. Dafür werden erstmals die thermoelektrisch hocheffizienten Materialklassen Wismuttellurid und Antimontellurid direkt in eine System-on-Chip-Technologie (CMOS-Prozess) integriert.
Die angestrebten Zielspezifikationen der neuen Sensoren setzen neue Maßstäbe:
- Höchste Temperaturauflösung (NETD): < 20 mK
- Minimierte Pixelgröße: < 45 µm