Kooperationen

Wissenschaftskooperation

Das Fraunhofer IPMS ist durch Professuren seiner Institutsleiter Prof. Dr. Hubert Lakner und Prof. Dr. Harald Schenk sowie von Gruppenleiter Prof. Dr. Dirk Reichelt mit der Technischen Universität Dresden sowie darüber hinaus mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden verbunden (siehe nachfolgende Seiten). Diese enge Verzahnung ist neben den Geschäftsbeziehungen mit der Wirtschaft und der Vernetzung mit anderen Fraunhofer-Instituten im Verbund Mikroelektronik eine zentrale Säule des Fraunhofer-Erfolgsmodells. Während die Hochschulen ihre Innovationsfähigkeit und Kompetenz in der Grundlagenforschung in die Kooperation einbringen, leistet das Fraunhofer IPMS anwendungsorientierte Forschungsarbeit und steuert seine Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen, technische Ausstattung und Marktexpertise bei. Studierende erhalten so nicht nur eine fundierte theoretische, sondern auch eine praxisnahe Ausbildung.

Technische Universität Dresden

Seit Gründung des Fraunhofer IPMS besteht eine enge Partnerschaft mit der Technische Universität Dresden. Dies gilt im Besonderen für die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik. Die Dekane stehen dem Fraunhofer IPMStraditionell als Kuratoren beratend zur Verfügung. Über die Professur für Optoelektronische Bauelemente und Systeme von Prof. Dr. Hubert Lakner, aber auch über andere Institute der Fakultät, besteht ein intensiver Austausch mit Studierenden, Absolventinnen und Absolventen in der Grundlagen-und Auftragsforschung. Ausdruck der gemeinsamen Forschungsarbeiten sind regelmäßige gemeinschaftliche öffentliche Projektanträge, Veröffentlichungen, Messeteilnahmen und Patentanmeldungen. Mit dem Leistungszentrum »Funktionsintegration für die Mikro- / Nanoelektronik« wurde die Zusammenarbeit, speziell auf dem Gebiet der Entwicklung innovativer Komponenten und Fertigungstechnologien weiter intensiviert.

Auch nach außen treten TU Dresden und Fraunhofer IPMS gemeinsam auf. Die TU Dresden gehört zu den elf Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Unter der Marke »DRESDENconcept« hat sich die TU Dresden mit Partnern aus Wissenschaft und Kultur, darunter dem Fraunhofer IPMS, zusammengeschlossen, um die Exzellenz der Dresdner Forschung sichtbar zu machen und ihre Wissenschaftsstrategie zu koordinieren.

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

Durch die Professur für Mikro- und Nanosysteme von Prof. Dr. Harald Schenk einerseits sowie den Institutsteil »Integrated Silicon Systems« andererseits ist das Fraunhofer IPMS besonders eng mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg verbunden. Die Zusammenarbeit reicht von der gemeinschaftlichen Nutzung von Laboren und Räumlichkeiten der BTU Cottbus-Senftenberg über die Bereitstellung attraktiver Studienschwerpunkte bei der Graduiertenausbildung und Weiterbildung auf dem Gebiet der photonischen Mikrosysteme im »Cottbus Joint Lab« bis hin zur gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Der neue Institutsteil führt die Arbeiten der im Jahr 2012 begründeten Projektgruppe »Mesoskopische Aktoren und Systeme« am Standort Cottbus fort und erweitert das Forschungs- und Entwicklungsspektrum mit einer Arbeitsgruppe um das Thema »Terahertz-Mikromodule und -Applikationen«. Darüber hinaus sind die Forschungsaktivitäten der BTU Cottbus-Senftenberg, des Fraunhofer IPMS sowie weiterer außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im Cluster »FuSion« zusammengeführt. Ziel ist es, ein tieferes, auf einem interdisziplinären Ansatz beruhendes, Verständnis zu Materialien, Prozessen und Filmsystemen zu erlangen, das neue Lösungen für energieeffiziente Bauelemente eröffnet. Sprecher des Clusters ist Prof. Dr. Harald Schenk.

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Mit der am Geschäftsfeld »Wireless Microsystems« angesiedelten Arbeitsgruppe »Smart Wireless Production« nutzt das Fraunhofer IPMS seit 2015 Synergien mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden im Bereich Industrie 4.0. Die Gruppe, die über drei Jahre mit 1,2 Millionen Euro aus dem »Kooperationsprogramm Fachhochschulen« der Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt wurde, steht unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Reichelt, der gleichzeitig Professor für Informationsmanagement an der HTW Dresden ist. In der Arbeitsgruppe entwickeln Fraunhofer IPMS und HTW Dresden neuartige Lösungen für die digitale Transformation in der industriellen Fertigung. 

Mit einer ähnlichen Zielstellung beteiligt sich das Fraunhofer IPMS an der Modellfabrik – das Industrial Internet of Things (IoT) Test Bed – an der HTW Dresden. Unter dem Motto »Digitalisierung erlebbar machen« hat die HTW Dresdenunter Leitung von Herrn Prof. Dirk Reichelt die Industrie 4.0-Modellfabrik, eine Forschungs- und Evaluationsinfrastruktur für IoT-Lösungen im Fertigungsumfeld, aufgebaut. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Testumgebung mit einem diskreten Fertigungsprozess und allen typischen Industrie-Komponenten wurde konzipiert, um komplexe Fertigungs- und Logistikprozesse realitätsgetreu nachzubilden. Neben Aufgaben der Forschung und Entwicklung dient das Test Bed auch als Demonstrations- und Informationsplattform. Seit 2017 führen HTW Dresden und Fraunhofer IPMS dort gemeinsam Workshops durch, die am Beispiel des vom Fraunhofer IPMS entwickelten drahtlosen und wartungsfreien Sensorsystems auf RFID-UHF-Basis zeigen, wie man durch Kombination von RFID und Sensorik neue Anwendungsfelder erschließen kann.