Projektzentrum »Mikroelektronische und Optische Systeme für die Biomedizin«

Einsatz und Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien wie Biowissenschaften, Mikroelektronik sowie Optik und Photonik für biomedizinische Anwendungen.

Einsatz und Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien wie Biowissenschaften, Mikroelektronik sowie Optik und Photonik für biomedizinische Anwendungen.

Das Projektzentrum »Mikroelektronische/Optische Systeme für die Biomedizin« am Standort Erfurt umfasst die interdisziplinäre Arbeit der drei Fraunhofer-Institute für Photonische Mikrosysteme IPMS, als führender Forschungsdienstleister im Bereich Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, als anerkanntes Kompetenzzentrum für die Optik und Photonik, sowie für Zelltherapie und Immunologie IZI, führend im Bereich der Biowissenschaften.

Ziel der Arbeit sind der Einsatz und die Weiterentwicklung von Schlüsseltechnologien in Bereichen wie Biowissenschaften, Mikroelektronik sowie Optik und Photonik sowie die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft an neuen biomedizinischen Anwendungen.

Das Projektzentrum wird sich zunächst auf drei Technologieplattformen konzentrieren: Mikroskopie-Module zur Strukturierten Beleuchtung in der Biophotonik, innovative Module sowohl zur Bildaufnahme als auch zur Bildverarbeitung für biomedizinische Anwendungen basierend auf der Kombination von MEMS und Mikrooptiken sowie Biofunktionale Oberflächen und Biosensorik zur optischen und chemischen Analyse von Flüssigkeiten und Gasen speziell zur Biomarker-Analyse.

Perspektivisch ist die Ausweitung der Aktivitäten auf andere Anwendungsfelder denkbar. Unter Berücksichtigung von zum einen politischen Strategien wie der EU-Wachstumsstrategie, der Hightech-Strategie der Bundesregierung sowie der Thüringer Innovationsstrategie und zum anderen aktueller Trends der Biomedizin sollen anwendungsreife Systeme für Medizintechnik, Analytik, Diagnostik, Biotechnologie, Biophotonik, Pharma, Gesundheit und Altern sowie Ernährungswirtschaft entwickelt und in die Industrie transferiert werden.

Die ersten fünf Jahre bis Ende 2022 sind als Aufbauphase vorgesehen. Die Anschubfinanzierung von 20 Millionen Euro verteilt auf fünf Jahre übernehmen die Fraunhofer-Gesellschaft und der Freistaat Thüringen gemeinsam zu gleichen Teilen. Ebenfalls zu gleichen Teilen übernehmen die Fraunhofer-Gesellschaft und der Freistaat Thüringen die Investitionen von rund 15 Millionen Euro für Bau und Ausstattung des neuen Projektzentrums. Danach soll das Projektzentrum in die Bund-Länder-Finanzierung der Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen werden.