Mikrosystemtechnik-Kongress 2011

Dresden, / 21. September 2011

vom 10. - 12. Oktober 2011 in Darmstadt, Stand Nr. 21

Differenzdrucksensor MEDIDUSE
Differenzdrucksensor MEDIDUSE.

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme führt kundenspezifische Entwicklungen in den Bereichen Mikrosystemtechnik und organische Leuchtdioden durch. Es ist dabei Partner von der ersten Idee über Machbarkeitsuntersuchungen bis zur Prototypenentwicklung. Die Produkte können in der eigenen Prozesslinie entwickelt und in Pilotserien gefertigt werden. Etwa 200 Wissenschaftler arbeiten mit modernstem Equipment an Projekten auf den Gebieten Sensor- und Aktuatorsysteme, Mikroscanner, Flächenlichtmodulatoren, drahtlose Mikrosysteme und Organische Materialien und Systeme.

Auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress 2011 (Stand 21) stellt das Fraunhofer IPMS unter anderem ein Exponat zu folgendem Thema aus:

Sicher und sauber – der neuartige Differenzdrucksensor MEDIDUSE

Brennstoffzellen wie auch Partikelfilter moderner Dieselmotoren benötigen hochpräzise indirekte Differenzdrucksensoren. Diese Sensoren sind dabei widrigen Umgebungsbedingungen, aggressiven Medien und hohen Gleichdrücken ausgesetzt. Bisher führten alterungsbedingte Veränderungen an den Sensorelementen zu Störungen im Messsignal und damit gegebenenfalls zu kritischen oder nicht optimalen Zuständen des Gesamtsystems.

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS entwickelte deshalb in Zusammenarbeit mit der Intelligente Sensorsysteme Dresden GmbH und der SMT & HYBRID GmbH einen neuartigen Differenzdrucksensor, der es erlaubt, alterungsbedingte Änderungen im Betriebsmodus an einzelnen Sensorelementen zu erkennen und sogar zu kompensieren. Damit ist es nun z. B. möglich, dem Fahrer eines Brennstoffzellenfahrzeugs einen Defekt an einem Differenzdrucksensor zu melden, ihm aber gleichwohl die sichere Weiterfahrt zur nächsten Werkstatt zu ermöglichen. Unabhängig von der Fehlertoleranz erreicht der neu entwickelte Sensor eine höhere Messgenauigkeit über den gesamten Temperaturbereich als derzeit handelsübliche Systeme.

Das Projekt wurde von der Sächsischen Aufbau-Bank SAB im Rahmen des Förderprogramms »Innovative technologieorientierte Verbundprojekte auf dem Gebiet der Zukunftstechnologien im Freistaat Sachsen« gefördert.