anuga 2009

Dresden, / 17. September 2009

Mikrospektrometer SGS1900
© Fraunhofer IPMS
Ansicht des Mikrospektrometers SGS1900.

vom 10. - 14. Oktober 2009 in Köln

Gemeinschaftstand der Fraunhofer Allianz »Food Chain Management«
Halle 5.1, Stand B020

Das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme führt kundenspezifische Entwicklungen in den Bereichen Mikrosystemtechnik und organische Leuchtdioden durch. Es ist dabei Partner von der ersten Idee über Machbarkeitsuntersuchungen bis zur Prototypenentwicklung. Die Produkte können in der eigenen Prozesslinie entwickelt und im Rahmen einer Pilotserie gefertigt werden. Etwa 200 Wissenschaftler arbeiten mit modernstem Equipment an Projekten auf den Gebieten Sensor- und Aktuatorsysteme, Mikroscanner, Flächenlichtmodulatoren, Lifetronics und Organische Materialien und Systeme.

Auf der anuga 2009 (Fraunhofer Gemeinschaftsstand) stellt das Fraunhofer IPMS ein Exponat zu folgendem Thema aus:

Lebensmittelspektroskopie mit neuartigem NIR Spektrometer

Im Supermarkt am Obstregal möchte der Kunde frische Ware ohne braune oder faule Stellen erhalten. Die vorzeitige Erkennung derartiger Früchte, die nicht mehr für den Verkauf geeignet sind, fällt dem Händler oder im Großmarkt oft schwer, da Druckstellen, an denen Fäule häufig entsteht, mit dem menschlichen Auge kaum zu erkennen sind. Abhilfe können hier technische Lösungen schaffen, die das Fraunhofer IPMS auf der anuga 2009 präsentiert. Dabei handelt es sich um ein neuartiges Spektrometer, das im nahen Infrarot arbeitet. Die zu analysierende Probe wird mit nahinfrarotem Licht einer Halogenlampe bestrahlt und das rückgestreute Licht quantitativ spektral analysiert. Aus den gewonnenen Daten lassen sich Rückschlüsse auf die Qualität des Lebensmittels ziehen. Dies ist nicht auf die Frische von Obst beschränkt, auch der Fett-, Wasser-, Protein- und Bindegewebeanteil z. B. in Fleisch lässt sich messen. Durch Nutzung eines speziellen Bauelements, des so genannten »MEMS scanning grating Chips«, sind besonders kompakte, zuverlässige und kostengünstige Systeme möglich, die damit Vorteile gegenüber auf dem Markt verfügbaren Spektrometern bieten. Durch die Verwendung von MEMS Komponenten werden die Spektrometer preiswerter und zuverlässiger als herkömmliche. Das Fraunhofer IPMS entwickelt und fertigt die erforderlichen MEMS Komponenten (hier ein mikromechanischer Gitterchip) und realisiert die darauf aufbauenden Systeme. Speziell in der Lebensmittelherstellung und im Vertrieb leisten diese kleinen und portablen Minispektrometer zur schnellen Erfassung der Zusammensetzung von Lebensmitteln einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung.