Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme wirbt auf der Semicon um kleine und mittlere Unternehmen

Dresden, / 16. September 2009

Mikrosystem-Reinraum des Fraunhofer IPMS mit Verbindungssteg zum Institutsgebäude
© Fraunhofer IPMS
Mikrosystem-Reinraum des Fraunhofer IPMS mit Verbindungssteg zum Institutsgebäude.
Blick in den Mikrosystem-Reinraum des Fraunhofer IPMS in Dresden
© Fraunhofer IPMS
Blick in den Mikrosystem-Reinraum des Fraunhofer IPMS in Dresden.

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS führt kundenspezifische Entwicklungen in den Bereichen Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik durch. Es ist dabei Partner von der ersten Idee über Machbarkeitsuntersuchungen bis zur Prototypenentwicklung. Die Produkte können in der eigenen Prozesslinie entwickelt und als Pilotserie gefertigt werden. Rund 240 Wissenschaftler arbeiten mit modernstem Equipment an Projekten auf den Gebieten Sensor- und Aktuatorsysteme, Mikroscanner, Flächenlichtmodulatoren, Lifetronics und Organische Materialien und Systeme.

Am Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (Fraunhofer IPMS) gibt es nahezu alles, was für die Entwicklung, Fertigung und Integration von Technologien für Mikro-Elektro-Mechanische Systeme (MEMS) und Mikro-Opto-Elektro-Mechanische Systeme (MOEMS) erforderlich ist: Erstklassiges Technologie-Know-how, langjährige Erfahrungen mit industriellen Fertigungsprojekten und die erforderliche Infrastruktur mit modernsten Anlagen und 1500 m² Reinraumfläche in der Reinheitsklasse 10. Mit diesem Potential will das Institut auf der Semicon Europe vom 6. - 8. Oktober in Dresden verstärkt kleine und mittlere Unternehmen als Auftraggeber gewinnen.

MEMS-Bauelemente mit unterschiedlichster Funktion stecken heute in einer Vielzahl von Produkten wie Druckern, Kraftfahrzeugen, Mobiltelefonen oder Computern. Sie werden als Sensoren in der Prozesstechnik und Qualitätskontrolle genauso eingesetzt wie in der Telekommunikation und der Medizintechnik. Dass die Forscher und Entwickler des Fraunhofer IPMS jetzt auf der Semicon aktiv auf potentielle Kunden zugehen, hängt mit dem Ausbau der Infrastruktur der vergangenen Jahre und der steigenden Nachfrage nach speziellen Prozessmodulen bei der MEMS-Technologieentwicklung und -fertigung zusammen. »Vor der Fertigstellung des neuen Mikrosystem-Reinraums im Sommer 2007 waren wir mit den laufenden Lieferprojekten und der Entwicklung von Scannerspiegeln und Flächenlichtmodulatoren komplett ausgelastet«, sagt Institutsdirektor Prof. Dr. Hubert Lakner. »Erst die zusätzlichen Reinraumflächen und Investitionen zur Erweiterung unseres Anlagenparks versetzen uns in die Lage, typische Leistungen einer MEMS-Foundry anzunehmen und zügig zu realisieren. Unser Ziel ist dabei, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die nicht über die erforderliche Ausrüstung verfügen, beim Markteintritt ihrer innovativen Produkte zu unterstützen«.

Diese neuen Möglichkeiten für die Umsetzung anspruchsvollster Forschungs- und Pilot-Fertigungsvorhaben kennen zu lernen, lädt das Fraunhofer IPMS die Besucher der Semicon zu einem Kurzvortrag in die TechArena am 7. Oktober um 14:45 Uhr sowie zusätzlich an den ersten beiden Messetagen, am 6. und 7. Oktober zu einer geführten Tour durch das Institut mit Reinraumbesichtigung und Produktdemonstration im Schauraum ein. Start der ingesamt zweistündigen Tour ist am Messestand 4.116 des Fraunhofer IPMS in Halle 4, jeweils um 14:00 Uhr. Die kostenlose Tour ist auf jeweils 20 Personen beschränkt. Für den Bus-Transfer zum Institut und zurück ist gesorgt.