Lange Nacht der Wissenschaften 2007

Dresden, / 15.6.2007

am 29. Juni 2007 in Dresden Fraunhofer Institutszentrum, Technikumshalle des Fraunhofer FEP

Am Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) in Dresden arbeiten 200 Wissenschaftler an kundenspezifischen Entwicklungen aus Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik. Auf den Gebieten Organische Materialien und Systeme, Sensor- und Aktuatorsysteme, Mikrospiegelarrays, Mikroscannerspiegel und Lifetronics (Elektronik für Life Science und Medizin) bietet das Fraunhofer IPMS Leistungen von der ersten Idee über Machbarkeitsuntersuchungen bis hin zur Prototypenentwicklung und Pilotfertigung an. Zur Langen Nacht der Wissenschaften 2007 stellt das Fraunhofer IPMS drei zentrale Forschungstehemen vor:

1. Vollfarb-Mini-Laserprojektor

Der Laserprojektor erlaubt die Projektion beliebiger Bilder und Videosequenzen mit einer geometrischen Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten sowie 256 Helligkeitsstufen je Bildpunkt und Elementarfarbe bei einer Bildwiederholrate von 50 Hz. Der Projektor, der in einer Hosentasche Platz hätte, setzt sich aus einem ultrakompakten Projektionsmodul und einer separaten Laser- und Signalverarbeitungseinheit zusammen. Technologisches Herzstück des Projektionsmoduls, einer Gemeinschaftsentwicklung des Fraunhofer IPMS mit dem Fraunhofer IOF, ist der am Fraunhofer IPMS entwickelte, patentrechtlich geschützte resonante Mikroscannerspiegel, der das Laserlicht gezielt ablenkt. Er zeichnet sich durch eine sehr hohe mechanische Robustheit und Einfachheit in der elektrischen Ansteuerung sowie der optischen Ein- und Auskopplung aus. Anwendungsfelder finden sich im Bereich der Unterhaltungselektronik, Automobilindustrie, Medizintechnik sowie in der Produktionstechnik und industriellen Messtechnik.

2. MOEMS-Spektrometer

Das Fraunhofer IPMS zeigt ein kompaktes Spektrometer für die Reflektions- bzw. Fluoreszenz-Spektroskopie, die auf einem Mikro-Opto-Elektro-Mechanischen System (MOEMS) basiert: einem Mikroscannerspiegel mit eingebrachtem Beugungsgitter. Dieses Spektrometer ist unter der Bezeichnung SGS1900 über die Fraunhofer IPMS-Ausgründung HiperScan bereits als Produkt erhältlich. Zur Langen Nacht der Wissenschaften wird gezeigt, wie man über spektroskopische Messungen herausfinden kann, um welche Kunststoffsorte es sich handelt.

3. OLEDs – Licht der Zukunft

Die OLED Technologie ermöglicht die Herstellung neuartiger großflächiger, dünner Leuchtkörper, die auch potenziell flexibel und auf fast jeden beliebigen Untergrund aufbringbar sind: die Lichttechnologie der Zukunft. Das Fraunhofer IPMS entwickelt im eigenen Reinraum die europaweit größten OLED-Leuchtflächen, als auch neuartige Formen wie transparente Leuchtflächen. Eine Vielzahl weiterer Anwendungen erschließt sich aus der Möglichkeit, hocheffiziente OLED-Lichtquellen in CMOS-Untergründe, also auf Siliziumbasis, zu integrieren. Erste Produkte hierzu sind bereits in Form hocheffizienter Mikrodisplays auf dem Markt und werden am Standort Dresden durch die schottische Firma Micro-Emissive-Display (MED) produziert. Das Fraunhofer IPMS konzentriert sich auf neuartige superhelle OLED Mikrosysteme für Mikrodisplays und Sensoranwendungen.

Dr. Jens Knobloch stellt das Thema »Photonische Mikrosysteme« um 19.30 Uhr, im Fraunhofer IKTS, Raum Meißen in einem Vortrag näher vor.